Am kommenden Sonntag geht es in Nizza um die IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft, meine dritte Teilnahme bei einer IRONMAN 70.3 WM. Und bevor es ernst wird, möchte ich einmal zurückblicken auf die Reise, die mich hierher geführt hat.

2016 begann alles. Nur wenige Monate vor der Weltmeisterschaft qualifizierte ich mich auf Mallorca für mein erstes WM-Rennen in Brisbane, Australien.
Die Aufregung und Freude waren riesig. Eine Weltmeisterschaft war schon immer ein Traum von mir. Das gesamte Flair der Rennwoche, die Nationenparade und schließlich gemeinsam mit den besten Athletinnen und Athleten der Welt an der Startlinie zu stehen, einfach unbeschreiblich.
Sportliche Ambitionen hatte ich damals kaum. Ich wollte dieses Erlebnis einfach genießen. Das Rennen selbst lief dann allerdings alles andere als nach Plan: zwei Defekte am Hinterrad und eine fünfminütige Zeitstrafe. Trotzdem blieb ich am Ende unter der 5-Stunden-Marke. Aber ehrlich gesagt: Zeit und Platzierung waren mir völlig egal. Der Zieleinlauf und das Gefühl, eine Weltmeisterschaft erlebt zu haben, entschädigten für alles.

Zwei Jahre später, 2018, gelang mir in Marbella erneut die Qualifikation, diesmal für die Weltmeisterschaft in Südafrika.
Diesmal wusste ich, was mich erwartet. Und diesmal wollte ich ein schnelles Rennen abliefern. Das gelang mir, mit meiner bis dahin schnellsten Zeit über die Mitteldistanz. Und dann war da noch dieses epische Duell zwischen Jan Frodeno, Alistair Brownlee und Javier Gómez. Mit diesen Triathlon-Legenden auf derselben Strecke unterwegs zu sein und dieses Battle hautnah mitzuerleben, war für mich ein absoluter Gänsehautmoment.
Zwei Weltmeisterschaften. Zwei völlig unterschiedliche Rennen. Aber beide haben sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich bin heute vor allem stolz und dankbar, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen. Und jetzt, zehn Jahre nach meiner ersten 70.3-WM, beginnt ein neues Kapitel.

Race Week in Nizza.
Die Strecke am Sonntag wird deutlich anspruchsvoller als damals in Australien oder Südafrika. Mehr Höhenmeter, mehr Herausforderungen, aber genau das macht den Reiz aus. Ich bin gut vorbereitet! Ich habe richtig Bock auf dieses Rennen! 🔥
