🇩🇪 Wieder Silber trotz Fehler: Starker Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft

Erster Lauf bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften in Halle/Saale 2026. Foto: Sascha Perten

In Halle an der Saale, genauer gesagt bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint-Duathlon (5 km Lauf, 21 km Rad, 3 km Lauf) ging es für mich zurück an den Ort des Vorjahreserfolgs. Bei diesem Rennen konnte ich 2025 überraschend den Vizetitel holen. Dieses Jahr sah die Ausgangslage anders aus: Gemeinsam mit Titelverteidiger Ingmar Daßler und Per van Vlerken gehörte ich selbst zum engeren Favoritenkreis.

Die Strecke: schnell, selektiv und mir bestens bekannt. Und überraschenderweise fühlten sich meine Beine nach dem Hannover Marathon vor zwei Wochen und dem Kyffhäuserberglauf am vergangenen Wochenende wieder ziemlich frisch an.

Große Verfolgergruppe bei den deutschen Duathlon-Meisterschaften in Halle / Saale. Foto: Winni Penno
21km Radpart bei den deutschen Duathlon Meisterschaften in Halle / Saale. Foto: Sascha Perten

Der erste Lauf lief kontrolliert, aber stark. Gegen Ende der 5 km konnte ich zu Per aufschließen. Ein kleiner Dämpfer kam dann allerdings in der Wechselzone, ich verlor etwas Zeit, während er sich gemeinsam mit zwei weiteren Athleten leicht absetzen konnte. Auf dem Rad fand ich mich in einer größeren Verfolgergruppe wieder, in der nur zwei weitere Athleten wirklich Interesse hatten, die Lücke zu schließen. Also hieß es: mitarbeiten, Druck machen, dranbleiben.

Kurz vor dem zweiten Wechsel dann die Wende: Wir konnten die Gruppe um Per tatsächlich wieder stellen. Alles war angerichtet für einen echten Showdown auf den abschließenden 3 Kilometern.

Die letzten Kilomter bis ins Ziel.

Doch dann der Klassiker, den du genau einmal machst und nie wieder vergisst. Direkt am Ausgang der Wechselzone ein lauter Pfiff durch den Kampfrichter. Grund: Helm noch auf dem Kopf. Also zurück, Helm ab, sauber ablegen und in dem Moment war klar, dass der Kampf um Gold gelaufen ist.

Stattdessen hieß es: Fokus behalten und Silber sichern. Genau das ist mir gelungen. Am Ende erneut Platz zwei hinter Per, aber vor Ingmar.

Klar, der kleine Fehler ärgert mich. Da war definitiv mehr drin. Aber unterm Strich steht wieder ein Podiumsplatz bei einer Deutschen Meisterschaft und das nach zwei intensiven Rennwochen. Konstanz auf diesem Niveau ist kein Zufall.

Jetzt heißt es: weiter dranbleiben, die Details schärfen und beim nächsten Mal den Helm einfach früher runter. 😉


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