Nach der Weltmeisterschaft in Nizza im September gönnte ich mir nur eine kurze Pause. Die Euphorie und den Schwung aus dem Rennen wollte ich unbedingt mitnehmen. Schließlich war die Form im Grunde schon da. Es ging also nicht darum, noch einmal komplett neu aufzubauen, sondern gezielt ein paar spezifische Nadelstiche für die Langdistanz zu setzen.
Dementsprechend habe ich im Oktober die Umfänge noch einmal etwas hochgeschraubt und in allen drei Disziplinen ordentlich draufgelegt. Erfreulicherweise konnte ich so gut wie alle geplanten Einheiten absolvieren und damit einen ziemlich konstanten Trainingsmonat hinlegen.

Der Oktober in Zahlen
- 🏊🏼♂️ Schwimmen: 45 km in 13 Einheiten
- 🚴♂️ Radfahren: 980 km in 15 Einheiten
- 🏃🏽♂️ Laufen: 208 km in 17 Einheiten
- 🧘♂️ Stabi & Mobility: 4 Stunden in 7 Einheiten
Insgesamt kamen damit 45 Trainingseinheiten zusammen. Ein ordentliches Pensum, bei dem vor allem die Mischung aus Umfang und gezielten Belastungen entscheidend war.
Natürlich durften auch ein paar Schlüsseleinheiten nicht fehlen. Dazu gehörten unter anderem 30 × 800 Meter mit jeweils 200 Metern Trabpause auf der Bahn, sowie verschiedene Koppeleinheiten aus Rad und Lauf. Gerade diese Kombinationen waren noch einmal wichtig, um den Körper an die spezifischen Anforderungen einer Langdistanz zu erinnern.

Mehr als nur Schwimmen, Radfahren und Laufen
Neben dem eigentlichen Training gab es im Oktober noch einige andere Baustellen, die für eine erfolgreiche Langdistanz mindestens genauso wichtig sind. Die Reise- und Wettkampfplanung für Cozumel nahm zunehmend Gestalt an. Dazu kamen die Themen Regeneration, Schlaf und Ernährung.
Gerade in dieser Phase geht es nicht mehr ausschließlich darum, möglichst viele Trainingsstunden zu sammeln. Vielmehr muss das Gesamtpaket stimmen. Die Belastungen müssen verarbeitet werden, die Ernährung passen und die letzten organisatorischen Dinge erledigt sein. Schließlich möchte ich in Cozumel nicht nur körperlich, sondern auch mit einem freien Kopf an der Startlinie stehen.
Der Countdown läuft!
In drei Wochen steht mit dem IRONMAN Cozumel bereits das große Saisonfinale an. Ich fühle mich gut vorbereitet und bin zufrieden mit dem, was ich im Oktober noch einmal auf die Beine stellen konnte.
Jetzt gilt es vor allem, gesund zu bleiben und die richtige Balance zwischen Regeneration und den letzten gezielten Trainingseinheiten zu finden. Nächste Woche geht es noch einmal für ein paar Tage nach Mallorca, bevor anschließend die Reise nach Mexiko ansteht.
Die Vorfreude steigt jedenfalls von Tag zu Tag. Die letzten Trainingskilometer werden gesammelt, die Koffer gedanklich schon einmal gepackt und dann heißt es bald: Cozumel, wir kommen! 🌴

