Mit Mut ins Risiko: Mein Hannover Marathon in 2:46 Stunden

Der Hannover Marathon hatte für mich in diesem Jahr eine besondere Bedeutung: Nach meinem Sieg beim Kyffhäuserberglauf Marathon 2021 sollte es erst mein zweiter „echter“ Solo-Marathon außerhalb einer Triathlon-Langdistanz werden. Ein schneller Stadtkurs stand schon lange auf meiner Liste und was passt da besser als ein Rennen in meiner beruflichen Heimat Hannover, noch dazu unterstützt von der WERTGARANTIE Group.

Glücklich und zufrieden nach dem Zieleinlauf beim Hannover Marathon 2026. ( WERTGARANTIE )

Eine klassische Marathonvorbereitung habe ich nicht durchgezogen, aber in den Wochen davor sowie im Trainingslager gezielt Reize gesetzt. Die Form in der Rennwoche war entsprechend top – ausgeruht, fokussiert und bereit, ein ambitioniertes Ziel anzugehen: rund 2:45 Stunden.

Der Start verlief direkt dynamisch. Schnell fand ich mich in einer Gruppe wieder, die ein Tempo von etwa 3:45 min/km lief, eigentlich zu schnell für meinen Plan, denn das hätte Richtung 2:37 Stunden geführt. Doch getragen von der unglaublichen Stimmung an der Strecke, laut Medien rund 250.000 Zuschauer, ließ ich mich mitziehen. Und ehrlich gesagt: Es fühlte sich zunächst erstaunlich gut an.

Start beim Hannover Marathon 2026.

Bei Kilometer 30 kam dann die Realität. Ich musste die Gruppe ziehen lassen und ab da begann der eigentliche Wettkampf, nicht mehr gegen andere, sondern gegen mich selbst. Die letzten acht Kilometer wurden zum mentalen Härtetest. Jeder Schritt, jede Zwischenzeit wurde neu bewertet, gerechnet, korrigiert. Das Ziel: irgendwie die geplante Zeit noch retten.

Am Ende stand eine 2:46:12 Stunden auf der Uhr – Platz 204 gesamt (188. Mann, 35. AK) bei 4.910 Finishern. Eine Punktlandung, mit der ich absolut zufrieden bin. Gleichzeitig hat dieser Lauf Lust auf mehr gemacht. Da geht noch was und die Welt ist schließlich voll von schnellen Marathonstrecken.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt allerdings nicht: Schon kommende Woche wartet mit dem Kyffhäuserberglauf mein absolutes Lieblingsrennen. Ob das nach dem Marathon sinnvoll ist? Wahrscheinlich nicht. Aber Tradition schlägt Vernunft und wer mich kennt, weiß: Am Kyffhäuser stellt sich diese Frage für mich einfach nicht. 💥


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