
Der Triathlon Nordhausen über die Sprintdistanz entwickelte sich für mich zu einem echten Krimi. Die Entscheidung um den Tagessieg fiel erst kurz vor dem Ziel und eine Zeitstrafe machte es dabei zusätzlich spannend.
Die letzten Wochen verliefen im Schwimmtraining solide, allerdings hatte ich in diesem Jahr noch keine Freiwassereinheit absolviert. Aufgrund der hohen Temperaturen war das Schwimmen ohne Neopren angesagt. Insgesamt fühlte sich das Schwimmen gut an und zeitweise konnte ich mich in einer Gruppe festsetzen. Als Neunter stieg ich schließlich aus dem Sundhäuser See – nicht optimal, aber eine solide Ausgangsposition für den weiteren Rennverlauf.

Auf dem Rad wollte ich Boden gutmachen. Trotz des teils kräftigen Windes machte ich von Beginn an Druck und arbeitete mich bis auf den zweiten Platz nach vorne. In der zweiten Runde nahm ich etwas Tempo heraus, um bei den heißen und schwülen Bedingungen nicht zu überziehen. Der Abstand zum Führenden wurde dabei sogar noch etwas größer. Mit dem zweitschnellsten Radsplit des Tages kann ich dennoch zufrieden sein.
Allerdings lief nicht alles nach Plan. Beim Wechsel aufs Rad hatte ich vergessen, meine Startnummer, welche noch am Lenker befestigt war umzubinden. Am Ende der Wechselzone musste ich deshalb kurz anhalten und die Nummer korrekt anbringen. Zusätzlich erhielt ich dafür eine Zeitstrafe von zehn Sekunden. Sekunden, die am Ende fast den Unterschied zwischen Sieg und Platz zwei ausgemacht hätten.

Mit knapp zwei Minuten Rückstand ging es schließlich auf die Laufstrecke. Dort wurde es richtig schwül. An den Wendepunkten konnte ich beobachten, wie der Abstand zur Spitze kontinuierlich kleiner wurde. Am letzten U-Turn hatte ich den Führenden schließlich vor mir und konnte wenig später vorbeiziehen.
Mit der schnellsten Laufzeit des Tages gelang es mir, das Rennen noch zu drehen. Am Ende reichte es ganz knapp zum Gesamtsieg.

Insgesamt bin ich mit dem Rennen sehr zufrieden. Der Triathlon Nordhausen war erneut hervorragend organisiert und bot beste Bedingungen für einen intensiven Wettkampf. Gleichzeitig war es ein wichtiger und vor allem schneller Formtest, der gezeigt hat, dass die Richtung stimmt. Für die kommenden Rennen gibt es weiterhin einige Stellschrauben, aber die Basis passt und die Form entwickelt sich in die richtige Richtung.



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