21. Platz in Marbella reicht zur WM-Qualifikation

1500m Swim: 26:47min. | 90km Bike: 2:46h | 21,2km Run: 1:31h
Rank: 21 | Overall Rank: 138 | Participants: 2001

Mission completed könnte ich ganz nüchtern, kurz und knapp zum IRONMAN 70.3 Marbella sagen. So einfach möchte ich es mir dann aber doch nicht machen. Bis auf den krankheitsbedingten Trainingsaussetzer in Mallorca konnte ich im Winter eigtl. ordentlich trainieren. Besonders beim Schwimmen hab ich die Umfänge sehr deutlich gesteigert. Etwas zu kurz sind Koppeleinheiten und spezifischen Läufe wie Intervalle gekommen aber ich muss nun mal das Beste daraus machen und neben Privatleben und Sport gibt’s bei mir ja auch noch etwas Berufsleben ;-).

Mit großer Freude reiste ich vier Tage vor dem Rennen mit meinem Trainingskollegen Jens nach Andalusien. Überwältigt von der wunderschönen Landschaft Südspaniens fuhren wir direkt die Radstrecke ab. Fazit in drei Worten: hoch, runter, Wind! Außerdem absolvierten wir im kalten und welligen Mittelmeer die ersten Freiwasserkilometer in 2018.

Zwischendurch wollten wir uns natürlich auch kulturell betätigen. Dazu muss ich sagen, dass Marbella mich schon sehr beeindruckt hat. Um den Yachthafen Puerto Banus gab es viel zu sehen. Schicke Restaurants und eine Luxuskarossen-Dichte welche ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Und genau dort fand das Rennen statt – wirklich einmalige Atmosphäre. Außerdem nutzten wir unseren freien Tag um ins 65km entfernte britisches Überseegebiet Gibraltar zu fahren. Auch hier, tolle Eindrücke von Land und Leute. Nun wieder zum sportlichen…

Zwei Tage vor dem Rennen bekam ich einen leichten Schnupfen, keine Ahnung warum mir sowas immer passiert. Davon lies ich mich nicht beeindrucken und steuerte mit viel Obst und Zink gegen. Trotzdem blieb die Nase zu. In der Nacht vor dem Wettkampf gab es einen Wetterumschwung, was zur Folge hatte, dass es deutlich kühler und windiger als in den Tagen zuvor war. Die Schwimmstrecke wurde aufgrund des Wellengangs 400m gekürzt, dass kam mir zugute denn ich bin in dem 16C-kalten Wasser nicht wirklich gut zurechtgekommen. Am Ende keine spektakuläre aber durchaus solide Schwimmleistung auf die ich in den kommenden Rennen aufbauen kann.

Für die Radstrecke hatte ich mir vorgenommen nicht zu überziehen, trotz 1400Hm waren die Anstiege sehr gut zu fahren und die vielen Athleten vor mir luden eigentlich zum Abschuss ein. Meine Leistungsdaten hatte ich immer im Blick und hielt mich auch an die Vorgaben, dabei musste ich mich teils schon zusammenreißen nicht zu überpacen. Die letzten 12km ging es nur Bergab, technisch nicht sehr anspruchsvoll aber durch den Wind für mich sehr schwer zu fahren. Topspeed lag dabei um die 80km und ich musste den Lenker ordentlich festhalten um nicht weggeweht zu werden.

Der abschließende Halbmarathon begann wie geplant mit einer Pace etwas über vier Minuten. Die ersten 6-7km ging das auch wirklich gut, dann wurde ich etwas langsamer und ab 15km wurde es richtig schwer. Auf dem flachen Kurs hätte ich mit einer Zeit unter 1:25 gerechnet, am Ende blieb die Uhr aber bei 01:31 stehen und ich musste auch die Top20-Platzierung herschenken. Der 21. Platz reichte dann trotzdem für den erhofften Qualifikationsplatz für die WM im September in Südafrika.

Bis dahin hab ich noch einige interessante Wettkämpfe vor der Brust und hoffe in den nächsten vier Monaten weiter fokussiert trainieren zu können und nicht krank zu werden. Südafrika wäre im übrigen meine zweite WM-Teilnahme und die zehnte IRONMAN-Mitteldistanz ;-)…

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen die mitgefiebert haben und für die vielen Glückwünsche bedanken – es ist toll so viele nette Menschen hinter einem zu wissen – DANKE !

Ein Kommentar

  1. Ina Geist via Facebook

    Du bist der Knaller, Hammer Leistung und du hast mein vollen Respekt ‍♀️
    Herzlichen Glückwunsch lieber Stephan
    Mach weiter so…

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