Zeitstrafe kostet wohl Top-10-Platzierung in Hamburg

Winzige 10 Sekunden können beim riesigen Sprintspektakel beim ITU-World-Triathlon in Hamburg bereits den Unterschied machen. Ich war nach dem Radfahren so sehr im „Tunnel“, dass mir eben ein winziger Fehler ein erneutes Spitzenergebnis kostete. Doch von vorn!

Moin aus Hamburg…Der Samstag begann für mich bereits 04:45 Uhr, hatte ich doch aufgrund meiner Vorjahresplatzierung (6.) die erste Startzeit „gewonnen“ ;-). Somit begann das Rennen im ersten Block bereits 07:00 Uhr. Vorteil an dieser Startzeit, die Strecke ist leer und das Top-Feld battled sich gleich zu Beginn.

Die Anspannung steigt – “Bike-Preparation” vor dem Start

Das 500m-Schwimmen absolvierte ich ohne Neo. Sicher hätte ich mit Neo 20-30 Sekunden schneller schwimmen können aber ich entschied mich auch aufgrund der längsten Wechselzone der Welt dagegen. Nach 08:34min. kam ich nicht spektakulär aber auch nicht hoffnungslos aus der Binnenalster. Meist kann ich auf meine beiden „starken“ Disziplinen zählen, deshalb hatte ich kein schlechtes Gefühl.

Kleine Anekdote für Strava-Kenner, in der 0,81km langen Wechselzone gibt’s ein Segment welches ich nun mit einer Sekunde Vorsprung vor weiteren 1112 Athleten anführe ;-). Für mich als „Kronensammler“ ein weiterer Zähler…

KOM in der Wechselzone

Auf dem neuen 20km-Zwei-Runden-Kurs, der in diesem Jahr wieder über die Reeperbahn führte konnte ich es ordentlich Rollen lassen. Nach einigen kleinen Anpassungen an der Sitzposition rollt es sich nun auch wieder besser. Aufgrund einiger Kurven, einem Wendpunkt pro Runde und dem kurzen Anstieg von den Landungsbrücken zur Reeperbahn plante ich mit 30 Minuten, also 40km/h für den Radsplit. Ab der zweiten Runde setzte dann der Regen ein und man musste an manchen Kurven doch deutlich rausnehmen. Nach 30:47min. fuhr ich dann leicht hinter meiner Erwartung auf dem sechsten Platz, kurz hinter einem Dänen und einem Südafrikaner in die Wechselzone.

10 Sekunden Zeitstrafe beim ITU World Triathlon Hamburg 2019

Dann ist’s passiert, gelbe Flagge und stehenbleiben. Der Kampfrichter sah mich hinter der Linie absteigen und wollte wohl gleich an der Rennspitze mal ein Zeichen setzen. 10 Sekunden Stop&Go-Strafe, Däne und Südafrikaner waren weg und ein weiteres Pulk lief vorbei.

Die Aufholjagd beginnt…

Um die Lücke wieder einigermaßen zu schließen musste ich direkt in der Wechselzone Ballett machen. Im Vollsprint hämmerte ich da erneut durch, nach etwa 2km schloss ich auf den jungen Südafrikaner auf und zog auch vorbei. Gemeinsam machten wir dann Tempo und pendelten uns bei 3:25min./km ein. Kurz vor dem Ziel konnten wir den Dänen stellen und es kam zum Schlusssprint auf dem blauen Teppich bei dem ich beiden leider nichts entgegenzusetzen hatte. Trotzdem Gänsehaut so ein Finish! Im Ziel warteten bereits einige Sportler und ich musste auf die folgenden Startwellen hoffen, dass es doch noch irgendwie ausreicht.

Zielsprint mit dem Südafrikaner Jack Spence

Am Ende hat’s dann mit dem elften Platz eben nicht gereicht aber bei 3291 Startern kann ich als drittschnellster Deutscher trotzdem irgendwie zufrieden sein. Und Spaß hat die wilde Hatz auch wieder gemacht. Insgesamt ist dieser Wettkampf wirklich ein Traum, tolle Strecke und quasi ganz Hamburg im Triathlonfieber.

Top-15 beim ITU Hamburg World Triathlon 2019

Kurzdistanzweltmeister Mario Mola

Zum Mittagessen hatten wir dann noch ein sehr angenehmes Treffen mit Anja und Michael Hülsberg von unserem Teamsponsor Orthim. Obwohl sich das Hamburger Wetter in diesem Jahr nicht von seiner besten Seite zeigte, hatten Flora und ich wieder ein paar schöne Tage und werden auch im nächsten Jahr ganz sicher wiederkommen.

“Hamburg meine Perle, du wunderschöne Stadt…”


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Ein Kommentar

  1. Florian Nie via Facebook

    Hammer Leistung

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