IRONMAN 70.3 Mallorca – Klasse Rennen 2.0

1900m Swim: 35:34min. | 90km Bike: 2:35h | 21,2km Run: 1:31h
Rank: 28 | Overall Rank: 166 | Participants: 3482

Bereits nach dem Rennen im letzten Jahr war klar, dass ich hierher zurückkomme und den IM70.3 Mallorca als Triathlon-Saisonstart und ersten richtigen Höhepunkt nutze. Um etwas entspannter zu sein und mich besser auf die Klimaumstellung zu gewöhnen reiste ich mit meiner Frau Christin bereits am Dienstag an.

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…ready for race…

Die Zielstellung war eigtl. klar, ich wollte mich in allen drei Disziplinen um eine Minute verbessern, dabei machte ich mir aber eigentlich wieder nur um die Auftaktdisziplin Schwimmen sorgen. Da ich dieses Jahr noch nicht im Freiwasser geschweige denn im Meer schwimmen war, nutzte ich die zeitige Anreise auch um mich an diese Bedingungen zu gewöhnen.

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…Bikecheckin…

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…at the beach…

Am Rennmorgen wurde ich 05:30 Uhr von Christin geweckt, sie flüsterte mir aus Spaß „Steh auf, du musst heute Michi Raelert besiegen.“ ins Ohr (dazu später mehr). Das nahm ich mit leichten schmunzeln hin, die Aufregung hielt sich bei meiner fünften Mitteldistanz dann doch noch in Grenzen. Das erste Mal stieg mein Puls dann aber direkt in der Wechselzone an, als mein Radbeutel mit Schuhen und Helm spurlos verschwunden war. Dabei gingen mir 45 Minuten vor dem Start die schlimmsten Dinge im Kopf vor. Nach kurzer Rücksprache mit den Helfern dann die Erlösung, der Beutel wurde aufgrund einer von mir vorgenommenen Markierung am Wechselständer entfernt und ich hatte noch vor Rennbeginn die erste Gelbe Karte (nur Verwarnung) kassiert.

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…beeindruckende Materialschlacht…

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…Wechselbeutel…

Nach kurzer Erwärmung und Einschwimmen stand ich schon im Startblock, die Stimmung und das ganze Flair waren wieder einmalig. Mit dem Startschuss versuchte ich mein Tempo umzusetzen und merkte bereits an der dritten Boje, dass es ganz gut läuft. Nach 35:34min. war ich in der endlos langen Wechselzone angekommen und hatte mich damit um zwei Minuten gesteigert. Hört sich wenig an, ist aber für meinen minimalistischen Trainingsaufwand mit nur 2 Einheiten in der Woche ganz in Ordnung. Auch der Wechsel aufs Rad ging fast zwei Minuten schneller als letztes Jahr.

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…race-start…

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…unglaublich…

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…1900m swim in der Bucht von Alcudia…

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…auf zum ersten Wechsel…

Die nächste Gelbe Karte gab es dann beim Aufsteigen aufs Rad, hier hatte ich lt. Referee die Linie noch nicht in vollen Umfang überquert. Jetzt durfte also nichts mehr anbrennen, denn bei drei Karten ist das Rennen beendet.

Genau wie im letzten Jahr machte ich gleich zu Beginn Druck und konnte so bereits sehr viele Plätze gutmachen, der lange Anstieg zum Kloster Llucc lief auch sehr flott. Auf der anschließenden Abfahrt nach Caimari hab ich aber im Nachhinein gesehen zu vorsichtig agiert, hier sind wieder einige an mir vorbeigezogen.

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Der Rest verlief wieder relativ flach, der Schnitt war konstant und wurde auf den letzten ca. 25km nur durch heftigen Gegenwind gedrückt. Das hat sicher etwas Zeit und vor allem viele Körner gekostet.

Auch der zweite Wechsel verlief zügig und die letzte Disziplin konnte beginnen. Genau wie ich es mir vorgenommen hatte lief ich verhalten los. Die Laufstrecke wurde zum Vorjahr komplett verändert, positiv war, dass es direkt durch Alcudia entlang der ganzen Hotels und damit enorm vielen Zuschauern ging. Der Nachteil daran ist aber, dass die Strecke sehr verwinkelt und man dadurch immer wieder aus dem Rhythmus gebracht wurde. Dazu kam die für mich wieder sehr starke Hitze und ab der zweiten Laufrunde musste ich stellenweise Schlangenlinien um die anderen Athleten laufen.

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Nach 4:48:33h überquerte ich die Ziellinie und war total im Eimer J (was für ein geiles Gefühl). Damit war ich insgesamt zwei Minuten langsamer als letztes Jahr, was aber vor allem am schlechteren Radsplit lag. Insgesamt bin ich mit der Zeit und dem Rennverlauf zufrieden und das wichtigste, ich hatte wieder eine Menge Spaß.

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…Abkühlung nach dem Rennen…

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Meine Vorjahresplatzierung (37/AK & 186/Total) konnte ich verbessern (28/AK & 166/Total bei 3100 Startern). Ach ja, da war ja noch was… Fast hätte ich den Wunsch von Christin erfüllen können, aber Michi Raelert rettete einen vier Sekunden Vorsprung ins Ziel J. Natürlich verlief das Rennen für den ehemaligen Weltmeister nicht perfekt, eine Panne auf der Radstrecke warf Michi deutlich zurück, er finishte trotzdem und dafür erhält er meinen großen Respekt!

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…Andreas Dreitz (Sieger 2014 & 15), Michi Raelert und ich…

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…Daniela Ryf gewann das Frauenrennen…

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…Benelux-Frauenpower…Tine Deckers (BEL), Yvonne van Vlerken (NED) und ich…

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